FUTTERMILBE

Aussehen

Bei der Futtermilbe handelt es sich um eine Unterart der Spinnentiere, daher besitzt sie auch 8 Beinchen. Ihr weißer, heller Körper ist länglich geformt und gerade einmal 0,5mm groß. Bei genauerem Hinsehen können auch die leicht rötlich schimmernden Mundwerkzeuge erkannt werden. Die Futtermilbe besitzt auf ihrem Körper feine Härchen, die in Richtung Hinterleib länger ausgeprägt sind.

Fortpflanzung und Entwicklung

Futtermilben sind sehr robust und fühlen sich bei Temperaturen zwischen 10-35°C und einer Luftfeuchtigkeit um 60-85% wohl. Bei Optimalbedingungen um Zimmertemperatur entwickelt sich eine Generation Futtermilben in rund 2-3 Wochen. Durch die rasante Vermehrung treten die Vorratsschädlinge in Massen auf.

Wissenswertes

Bei extremen Bedingungen wie Futtermangel oder großer Hitze treten sogenannte Dauernymphen auf. Hierbei handelt es sich um ein zurückentwickeltes Stadium in der Entwicklung, dass den Extrembedingungen bis zu 2 Jahren strotzen kann. In diesem Stadium nimmt die Futtermilbe keine Nahrung zu sich und ist darüber hinaus resistent gegen herkömmliche Bekämpfungsmethoden.

Befallene Futtermittel müssen umgehend entsorgt werden und sind nicht zum weiteren Verfüttern geeignet. Futtermilben, speziell ihr Kot, kann Allergien bis hin zu Asthma auslösen.

Maßnahmen zur Bekämpfung

Durch das Dauernyphenstadium sind Futtermilben nur schwer zu bekämpfen. Vorrangig muss ihnen die Lebensgrundlage entzogen werden, was regelmäßigeres Lüften zur Absenkung der Luftfeuchtigkeit vorrausetzt. Befallene Futtermittel sind umgehend und restlos zu entsorgen, die Futterbehälter müssen heiß und bestenfalls spülmaschinengespült werden. Sollte das befallene Futter bereits im Gehege verteilt worden sein, sollten diese sicherheitshalber ebenfalls komplett gereinigt werden. Zusätzlich kann ein haustierfreundliches Biozid (Ardap) verwendet werden.