HAARLINGE


Wissenswertes & Symptome

Eine bekannte Unterart von Läusen und damit relativ häufig bei Hamstern auftretend, sind Haarlinge. Diese übertragen sich durch engen Kontakt der Tiere, da die Läuse den Wirt nicht verlassen. Während die eigentlichen Läuse sich verstärkt vom Blut des Hamsters ernähren, bevorzugen Haarlinge abgestorbene Hautschüppchen und Haare. Sie sind gelb gefärbt und besitzen eine längliche Körperform, ohne den Wirt sind sie nicht überlebensfähig. Ein auffallend struppiges und ungepflegtes Fell ist besonders auffallend bei einem Befall. Zudem entsteht eine gereizte und schorfige Haut, die von den Haarlingen stark in Mitleidenschaft gezogen wird.

 

Diagnose & Behandlung

Aufgrund ihrer Körpergröße können Haarlinge bereits mit einer Lupe nachgewiesen werden. Die anschließende Behandlung erfolgt mit Ivermectin (Ivomec) oder Selamectin (Stronghold). Um alle Entwicklungsstadien zuverlässig abzutöten muss die Behandlung wiederholt stattfinden, das Gehege muss nach jeder Behandlung gründlich gereinigt werden. Da Haarlinge sehr leicht übertragen werden können, müssen bei einer Erkrankung alle Tiere behandelt werden.


Die Gabe von Zylexis sollte in Betracht gezogen werden um das Immunsystem des erkrankten Tieres zu stabilisieren und Sekundärerkrankungen und Entzündungen vorzubeugen. Liegen diese bereits vor, ist es durchaus sinnvoll zusätzlich Antibiotika zu verabreichen.