LEBENSMITTELMOTTE

Aussehen

Die Lebensmittelmotten sind rund 1cm groß, der Farbschlag variiert je nach Unterart der Motte von rötlich bis hin zu schwarz. Zu den verschiedenen Unterarten gehört die Dörrobst-, Kakao-, Getreide- und Mehlmotte. Die Larven sind weiß mit dunklem Kopf und können bis hin zu 2cm lang werden. Charakteristisch für einen Mottenbefall sind die hellen, gespinstartigen Gebilde, die sie in ihrer Umgebung bilden.

Fortpflanzung und Entwicklung

Bei Optimalbedingungen um 20°C legt das Weibchen im Schnitt rund 400 Eier in oder in unmittelbarer Nähe zur Nahrung, aus denen nach gut 6 Tagen die Larven schlüpfen. Diese erreichen eine Körperlänge bis hin zu 20mm und bleiben etwa 3 Wochen in diesem Entwicklungsstadium, bei niedrigen Temperaturen kann es sich sogar auf bis hin zu 10 Monate erstrecken. Sie wandern kurz vor der Verpuppung umher, auf der Suche nach einem dunklen Ort.  Die Puppen erreichen etwa eine Länge von 10mm und können in diesem Stadium sogar Frost unbeschadet überleben, bis sie sich zum Falter entwickeln. Der gesamte Zyklus dauert etwa 3 Monate.

Wissenswertes

Motteneier wie auch die Puppen können sogar überwintern und halten einem Aufenthalt in der Gefriertruhe stand. Befallene Lebensmittel zeichnen sich oftmals durch die typischen Gespinste der Motten und leere Larvenhüllen aus. Es ist daher unbedingt ratsam alle Lebensmittel in Dosen luftdicht zu verschließen und gerade Tierfutter nur in Schraubgläsern aufzubewahren. Dünnes Plastik stellt für Mottenlarven kein Hindernis dar.

Maßnahmen zur Bekämpfung

Als Mottenindikator können sogenannte Pheromonfallen aufgestellt werden. Diese sind für den Menschen und für Haustiere absolut unschädlich, für Mottenmännchen aber unwiderstehlich. So kann schnell herausgefunden werden, wie stark der Mottenbefall in der Wohnung tatsächlich ist. Pheromonfallen als alleinige Bekämpfungsmaßname sind allerdings nicht zuverlässig genug.
Zunächst sollte eine gründliche Reinigung der befallenen Orte mit Essigwasser und einem heißen Föhn erfolgen, zu bedenken ist, dass Motten ihre Eier in den winzigsten Spalten und Ritzen ablegen. Lebensmittel sollten künftig luftdicht verpackt bleiben um einen erneuten Befall einzudämmen. Zusätzlich kann ein haustierfreundliches Biozid (Ardap) verwendet werden.
Als natürliche Bekämpfungsmaßnahme erden Schlupfwespen empfohlen, die kleinen Insekten sind flugunfähig und erreichen eine Körpergröße von 0,3mm - also etwa so klein wie ein Komma hier im Text und praktisch nicht wahrnehmbar. Die Schlupfwespen suchen die Gelege der Motten auf und legen ihre eigenen Eier darin ab, was die Motten absterben lässt. Wenn alle Motteneier vernichtet sind, ziehen die Schlupfwespen weiter, oder sterben ab.